Ehemaliges Holz-Müller-Gelände, Standort der künftigen inklusiven Ganztagsgrundschule

2024 sollen die ersten Schüler die vierte Grundschule in Griesheim besuchen

Auf dem ehemaligen Holz-Müller-Gelände entsteht eine inklusive Ganztagsgrundschule in Holzmodulbauweise

Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 30. Juni 2020

Griesheim ist, neben Weiterstadt, die am stärksten wachsende Kommune im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Kommunen mit dieser Dynamik und einem positiven Bevölkerungswachstum müssen dementsprechend langfristig ihre Betreuungs- und Bildungslandschaft planen und mitwachsen lassen. „Die Kindergartenkinder von heute sind die Grundschüler von morgen“, betont Andreas Tengicki, Fraktionsvorsitzender der Griesheimer GRÜNEN „deshalb freuen wir uns, dass der Kreistag auf seiner Sitzung, am 22.6.2020, den offiziellen Beschluss zur Errichtung einer vierten Grundschule in Griesheim nach dem Hessischen Schulgesetz gefasst hat. Geplant ist, dass 2024 die ersten Grundschüler auf dem ehemaligen Holz-Müller-Gelände an der Schöneweibergasse in eine in Holzmodulbauweise errichtete inklusive Ganztagsgrundschule einziehen.“

„Nach dem Neubau der Carlo-Mierendorff-Grundschule wird die neue Grundschule bereits die zweite in Griesheim sein, die von Anfang an nach den 2013 verabschiedeten Schulbauleitlinien geplant und errichtet wird“, betont Christian Grunwald, GRÜNER Kreistagsabgeordneter aus Griesheim. „Die bundesweit beachteten Schulbauleitlinien des Kreises Darmstadt-Dieburg verfolgen das Ziel flächendeckend eine inklusive, rhythmisierte Ganztagsgrundschule (gebundener Ganztag bis 14:30 Uhr) für alle Kinder anzubieten und leiten daraus den sich ergebenden Raum-, Flächen- und Ausstattungsbedarf ab. Darüber hinaus legen sie verbindliche bauliche Qualitäts- und Energiestandards fest.“ Aufgrund der guten Erfahrungen mit den im Landkreis bereits realisierten Schulgebäuden in Holzmodulbauweise, hatte der Kreistag bereits im Juni letzten Jahres beschlossen, die vier im Kreis geplanten zusätzlichen Grundschulen in Weiterstadt, Griesheim, Pfungstadt und Babenhausen auch in dieser Bauweise zu verwirklichen und gleichzeitig als Rahmenauftrag zu vergeben. „Sich wiederholende Raumfolgen in Schulen kommen der Modulbauweise entgegen und aufgrund der Fertigung in Rastern und einem hohen Vorfertigungsgrad, ergibt sich ein Planungs-, Bauzeiten- und Kostenvorteil gegenüber konventionell geplanten Schulgebäuden“, so Grunwald. „Dabei wird angestrebt, die Schulen baugleich, aber an den jeweiligen Standort angepasst, umzusetzen. Die Holzbauweise ist umweltfreundlich und nachhaltig. Holzbauten leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, da sie langfristig CO2 in der Holzkonstruktion binden und eine positive Ökobilanz über den gesamten Lebenskreislauf – von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung haben. Der seit Oktober letzten Jahres amtierende GRÜNE Schuldezernent und Erste Beigeordnete des Landkreises Darmstadt Dieburg Robert Ahrnt führt damit die Arbeit und Planungen seines Vorgängers Christel Fleischmann konsequent fort.“

„Dies ist aus unserer Sicht ein gelungenes Beispiel dafür, wie höchste pädagogische Anforderungen mit den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen in Übereinstimmung gebracht werden können. Ein Beispiel aus dem wir in Griesheim, aus GRÜNER Sicht, nicht nur für den Neubau der neuen Kindertagesstätte im Baugebiet SüdWest hoffentlich viel lernen und übernehmen werden“, formuliert Tengicki, der auch Vorsitzender des Stadtplanungs- und Bauausschusses ist.

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