Ein Ausschnitt der Solarthermieanlage des Freibades in Mörfelden-Walldorf

Freibadsanierung – jährlich 70 Tonnen CO2 weniger

Einsatz von Solarthermie und Hocheffizienzpumpen ist auch die wirtschaftlichste Lösung

Die Griesheimer GRÜNEN hatten im vergangenen Herbst ihre Zustimmung zur Sanierung des Freibades von der Installierung einer Solarthermieanlage für die Badewassererwärmung abhängig gemacht und dafür Kritik von verschiedenen Seiten erfahren. Die vorliegende „energietechnische Beratung für das Freibad Griesheim“ der HessenEnergie Gesellschaft für rationelle Energienutzung mbH (HessenEnergie) kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass eine Solarthemieanlage in Kombination mit einem Erdgasspitzenlastkessel als Ersatz für die bisher betriebenen, aber abgängigen, Schwimmbadheizer für die Badewassererwärmung nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes die beste Lösung darstellt, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. „Unser entschlossener Einsatz für den Klimaschutz zahlt sich bei der Sanierung des Freibades mehrfach aus“, freut sich der GRÜNE Stadtverordnete Martin Tichy, der selbst ein begeisterter Schwimmer und Freibadnutzer ist. „Die Solarthermieanlage vermeidet zukünftig jährlich 46 Tonnen CO2 und reduziert die Energiekosten für die Wassererwärmung um über 60% oder 11.000 Euro per anno. Darüber hinaus stehen für die Solarthermieanlage, den Spitzenlastkessel und die Ertüchtigung der zur Sanierung anstehenden Dachflächen Fördermittel von bis zu 50% der Investitionskosten zur Verfügung. So fallen selbst die Kapitalkosten geringer aus, als wenn die alten Schwimmbadheizer durch eine umweltschädlichere konventionelle Erdgasheizung ersetzt würden.“

Im Zuge ihrer Untersuchungen hat die HessenEnergie auch die über 30 Jahre alten Filterkreispumpen untersucht, denn diese verursachen bisher über 70% des Stromverbrauchs des Freibades. Die Energieexperten empfehlen einen Austausch durch moderne Pumpen mit Hocheffizienzantrieben. Dadurch können jährlich weitere 23 Tonnen CO2 und 7500 Euro Stromkosten eingespart werden. Bei deren Beschaffung kann ebenfalls mit einem Zuschuss von 50% gerechnet werden.

„Bezogen auf die geplante Restnutzungsdauer von 15 Jahren ergibt dies eine Gesamtersparnis von über 1.000 Tonnen CO2, was dem CO2 Ausstoß bei der Verbrennung von 350.000 Litern Heizöl entspricht. Gleichzeitig wird der städtische Haushalt dauerhaft um 18.500 Euro jährlich entlastet. Ein nachhaltiger Gewinn für das Klima und die städtischen Finanzen, der ohne unseren hartnäckigen Einsatz nicht erreicht worden wäre.“ so die Bilanz von Tichy, der sich auf Platz 2 des GRÜNEN Wahlvorschlages erneut um ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung bewirbt.

„Mit der Einsparung von über 70 Tonnen CO2 jährlich ist die Freibadsanierung damit der größte Klimaschutzbeitrag Griesheims nach der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten.“ betont Ramona Halbrock, GRÜNE Stadtverordnete und langjährige engagierte Umweltpolitikerin. „Unter dem Eindruck dieser Ergebnisse hat die Kooperation aus CDU, GRÜNEN, WGG und FDP in der letzten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zur Erarbeitung eines Maßnahmenplans zur Erreichung und Einhaltung der städtischen und nationalen Klimaschutzziele eingebracht und beschlossen. Der Klimaschutz bleibt die zentrale Zukunftsaufgabe dieses Jahrzehnts. Gleichzeitig standen nie zuvor mehr Fördermittel dafür zur Verfügung. Von diesen sollen und können mehr in Griesheim ankommen“, fordert Halbrock, die auf Platz 1 des GRÜNEN Wahlvorschlages ebenfalls erneut zur Wahl antritt.

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