Presseinformation 26.05.2022

Solarthermie für das Freibad – eine GRÜNE Erfolgsgeschichte

cc-by-sa 4.0 Kgbo/Wikimedia Commons

Land Hessen fördert neue Beckenwassererwärmung mit einer Viertel Million Euro

Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir hat am Mittwoch in Wiesbaden mitgeteilt, dass das Land Hessen die Installation einer Solarthermieanlage in Kombination mit zwei modernen Brennwertkesseln zur Erwärmung des Badewassers im Griesheimer Freibad mit 246.000 Euro fördert. Die Freude über die Förderung ist groß bei den Griesheimer GRÜNEN und ihrem GRÜNEN Landtagsabgeordneten Torsten Leveringhaus, zumal der Weg dahin lang und steinig war. „Es ist der vorausschauenden und fundierten Arbeit der Griesheimer GRÜNEN zu verdanken, dass das Freibad eine solch zukunftsweisende Anlage erhält. Der GRÜNE Einsatz für die Solarthermie ist eine Erfolgsgeschichte für die gesamte Stadt, ihre Bürger:innen und das Klima. Die Förderung durch das Land ist eine zusätzliche Bestätigung dieser Arbeit“ so Torsten Leveringhaus.

Bereits 2018 hatten die GRÜNEN den ersten Antrag für eine „klimaneutrale Badewassererwärmung“ für das Griesheimer Freibad eingebracht. Auch nachdem die Verfasser der Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Freibades 2020 eine Solarthermieanlage zunächst nicht empfehlen wollten, haben die GRÜNEN an ihrem ursprünglichen Antrag und Ziel festgehalten. Im Herbst 2020 hatten sie erfolgreich ihre Zustimmung zur Sanierung des Freibades von der Installierung einer Solarthermieanlage für die Badewassererwärmung abhängig gemacht und dafür Kritik von vielen Seiten erfahren. Die anschließende energietechnische Beratung durch die HessenEnergie Gesellschaft für rationelle Energienutzung GmbH (HessenEnergie) kam dann zu dem Ergebnis, dass der Einsatz einer Solarthemieanlage in Kombination mit einem Erdgasspitzenlastkessel für die Badewassererwärmung nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht die beste Lösung darstellt. „Unser entschlossener Einsatz für den Klimaschutz hat sich bei der Sanierung des Freibades bereits mehrfach ausgezahlt.“ freut sich der GRÜNE Fraktionsvorsitzende Martin Tichy, der selbst ein begeisterter Schwimmer und Freibadnutzer ist. „Die Solarthermieanlage vermeidet – vom Land erneut bestätigt – zukünftig jährlich 43 Tonnen CO2 und reduziert die Energiekosten für die Wassererwärmung um über 60%.“

Hinzu kommen noch die im Zuge der energetischen Untersuchung von der HessenEnergie entdeckten Einsparungen durch den Austausch der über 30 Jahre alten Filterkreispumpen durch moderne Pumpen mit Hocheffizienzantrieben. Diese verursachen bisher über 70% des Stromverbrauchs des Freibades. „Durch einen Austausch können jährlich weitere 23 Tonnen CO2 und Stromkosten eingespart werden. Auch für diese Investitionskosten kann mit einem Zuschuss gerechnet werden.“ So ergibt sich nach Berechnungen des GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden, „bezogen auf die geplante Restnutzungsdauer von 15 Jahren eine Gesamtersparnis von über 1.000 Tonnen CO2. Dies entspricht dem CO2 Ausstoß bei der Verbrennung von 350.000 Liter Heizöl. Gleichzeitig wird der städtische Haushalt dauerhaft entlastet. Ein nachhaltiger Gewinn für das Klima und die städtischen Finanzen, der ohne unseren hartnäckigen Einsatz nicht erreicht worden wäre.“

„Trotz dieser Erfolgsgeschichte und weiterer von uns mitgestalteter Projekte wie die energetische Sanierung städtischer Gebäude im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) will die Koalition von CDU und SPD zusammen mit dem Bürgermeister diesen Weg für einen konsequenten und erfolgreichen Klimaschutz offensichtlich nicht fortsetzen.“ so der GRÜNE Vorsitzende des zuständigen Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität Andreas Tengicki, und verweist darauf, dass „die Sanierung städtischer Wohngebäude nicht fortgesetzt wird, der Ersatz der Heizung für das Haus Waldeck nur mit Erdgas erfolgt ist, für die Sanierung des Rathauses weder ein Energiekonzept noch ein Gesamtkonzept vorliegt und das neue städtische Klimaschutzkonzept nach unseren Informationen ohne konkrete Maßnahmen beschlossen werden soll. Dies ist weder nachhaltig für das Klima noch die städtischen Finanzen, und macht uns weiter abhängig von fossilen Energien aus autokratischen Ländern in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.“