Redebeitrag von Ramona Halbrock · Stadtverordnetenversammlung am 17.12.2025
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrte Anwesende,
wir stimmen dem Ansinnen des Magistrats nicht zu. Ich will Ihnen auch erläutern, warum.
Dies ist eines der vier Projekte, die in der vergangenen November-Sitzung hier im Haus abgelehnt wurden, und das jetzt wieder auf den Tisch kommt.
Wie Sie wissen, gibt es nicht nur bei uns Grünen Verfechter*innen für den im Jahr 2020 einstimmig beschlossenen „Wettbewerb zur Neugestaltung von Georg-Schüler-Platz, Georg-Schüler-Anlage sowie die angrenzenden Bereiche von Hofmannstraße und Friedrich-Ebert-Straße“.
Aber anstatt diesen Beschluss des Wettbewerbs umzusetzen, wurde in den vergangenen Jahren — aus unserer Sicht — seitens der Verwaltung bewusst daran vorbei gearbeitet.
Eine beregnete Grüne Wand, eine behindertengerechte Toilettenanlage sind nun mal keine Provisorien, das sind Fakten. Ein Toilettenhaus auf einem Parkplatz, ein klimatisiertes Wohnzimmer an der Straßenbahn, zusammen mit mobilen Stadtmöbeln und Verkaufsanhängern auf die Schüler-Anlage zu stellen, ist nun mal kein Platzkonzept. Und ob dies zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität führt, darüber können wir gerne nach der Sitzung noch diskutieren.
Und nun soll eine weitere Manifestierung erfolgen — entgegen vorliegender Beschlüsse: die Befestigung einer Erweiterungsfläche auf der Schüleranlage für den Wochenmarkt.
Eine Befestigung in einem sensiblen Bereich, auf dem Rasen in unmittelbarer Nähe zum Wurzelwerk des mithin ältesten Baumbestandes der Griesheimer Innenstadt.
Wir sagen Ja zu einer Strategie, doch bislang fehlt die. Es gibt kein Konzept.
Wir sagen wir NEIN zu einer weiteren, beliebigen Einzelmaßnahme.
Zumal der Antrag des Magistrats zur Ausweitung des Marktbereichs jegliche Restriktion oder Vorgaben vermissen lässt, die zum Schutz der Bäume erforderlich sind. Es gibt darin auch keinen Anhaltspunkt, warum nicht Alternativen bereits versiegelter Flächen in Betracht gezogen werden.
Wer sich hier ernsthaft um eine nachhaltige, klimafreundliche Innenstadtgestaltung bemüht, kann diesem Antrag nicht zustimmen.