„Wohngebiet an der Lutherkirche – Chance für städteplanerische Aufwertung entwickeln“

Redebeitrag Christine Rossmann · Stadtverordnetenversammlung am 25.06.2026

Liebe Griesheimer, wertes Parlament,
wenn Sie das Grundlagenkonzept „Griesheimer Plätze in der Innenstadt“ noch nicht kennen sollten, dann wird es höchste Zeit.
Denn wie sagte Herr Bregy vom Fachbereich Stadtplanung so schön im
Ausschuss, „diese Studie des Büros Municipal ist eine gute Grundlage.“
Recht hat er. Nachdem ich mich durch die 100 Seiten gescrollt hatte, verspürte ich den Stadtplanungsvibe next level.
Ganz im Ernst, diese Studie ist ein Augenöffner und eine hervorragende Bestandsaufnahme.
Gleich am Anfang das Kapitel : Griesheim. Bislang wenig Blick für Plätze !
Hier nur drei Aspekte daraus, die bezeichnend für die Situation an der Lutherkirche sind.

  • Rein funktionale, infrastrukturausgerichtete Stadtentwicklung
  • Keine klimaorientierten Grünflächen und Naturräume
  • Kaum sichtbares, erlebbares kulturelles Erbe der Stadt im Stadtbild
    Hier haben wir jetzt die einmalige Chance, die Lutherkirche, eine Visitenkarte Griesheims am Westeingang sichtbarer zu machen. Nur hier an dieser Stelle bietet sich ein freier Blick auf das historische Gebäude.
    Mit einem Blick auf Hitzewellen und Starkregenereignisse ist klar in unseren Innenstädten muss jetzt etwas passieren. Klimaanpassungsmaßnahmen mit Entsiegelung und maximalen Grünflächen sind das Gebot der Stunde.
    Da frage ich Sie, wollen wir an dieser Stelle wieder einen 08/15 Parkplatz zulassen?
    Oder krempeln wir die Ärmel hoch und gestalten im Rahmen der uns verbleibenden Möglichkeiten ?
    Daher lassen Sie uns diese einmalige Chance nutzen.
    Abschließend noch eine Bemerkung zu unserer Diskussion im Ausschuss. Ja, man kann, weder die eine noch die andere Planung gut finden.
    Doch zwischen den beiden Planungen gibt es einen deutlichen Unterschied.
    Entscheidend ist letztendlich die Aufenthaltsqualität und Qualität muss unser Anspruch sein.
    Qualität von der auch zukünftige Generationen profitieren werden.
    Und wer der Meinung ist, da fährt man ja eh nur vorbei, darf das nur sagen; wenn sein Auto ein Groß-Gerauer Kennzeichen besitzt.
    Denn das ist unsere Stadt und unsere Verantwortung, für eine Zukunft mit ein bisschen mehr „Mee wie scheeh!“