„BürgerPV-Anlagen in Kooperation mit Bürgergenossenschaften“

Redebeitrag Holger Rohlfs · Stadtverordnetenversammlung am 20.08.2026

Ausgangslage
Der Klimawandel wartet nicht. Nicht erst mit den Hitzewellen diesen Sommer mussten wir alle das auch hier in Griesheim selbst erleben.
Erneuerbare Energien, Elektrifizierung und eine entschlossene Energiewende sind der wirksame und schnelle Hebel, fossile Emissionen zu eliminieren und die Erderwärmung zu begrenzen.
Durch die Energiewende steigt der Strombedarf in Deutschland um den Faktor drei bis vier. Ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien ist daher dringend geboten.
Wärmepumpen und E-Autos sind sehr effizient (ich würde sagen, sogar hocheffizient, aber der Begriff wurde bereits … verbrannt).
Gegenüber veralteter Technik aus der Öl-Zeit sparen Wärmepumpe, E-Mobilität und ÖPNV uns Primärenergie und CO₂. Dafür brauchen sie Strom aus Erneuerbaren Energien. Der Strombedarf wird daher auch in Griesheim weiter steigen.
Zum Antrag
Die Stadt verfügt über viele Liegenschaften mit geeigneten Dächern für Photovoltaik-Anlagen. In den letzten fünf Jahren wurde auf diesen jedoch nur eine PV-Anlage installiert (auf dem Bauhof). Auf dem Hallenbad-Dach folgt jetzt die zweite (heute unter Top 18 und 19 auf der Tagesordnung). Das können wir schneller.
Mit Hilfe von Bürgerenergiegenossenschaften können wir den PV-Ausbau parallelisieren und so die Energiewende in Griesheim beschleunigen.
Gleichzeitig bieten Energiegenossenschaften den Bürgern und Bürgerinnen von Griesheim die Möglichkeit, sich direkt zu beteiligen und von der Energiewende zu profitieren, auch dann, wenn man kein eigenes Dach oder sonniges Balkongeländer hat. Alle Bürger:innen können so Teil der Energiewende werden, aktiv am Klimaschutz teilhaben und durch günstigere Strompreise direkt profitieren.
Der vorliegende Antrag ist explizit keine Konkurrenz zu städtischen PV-Anlagen. Beide Modelle sind gut und sinnvoll und sie können parallel aufgebaut und betrieben werden. Ausreichend Dachflächen sind vorhanden.
Bürgergenossenschaften bieten unterschiedliche Modelle. Eine Möglichkeit ist die Verpachtung der Dachflächen. Die Genossenschaft baut die Anlage, der günstige Strom fließt an die Teilnehmenden aus Griesheim.
So entstehen der Stadt keine Kosten, sondern sie erhält Pachteinnahmen ab dem ersten Jahr. Auch andere Modelle sind möglich. Diese werden in den beauftragen Gesprächen detailliert bewertet und zum Jahresende vorgestellt.
Fazit
PV-Anlagen gehören heute auf jedes Dach. Für das Klima ist es egal, wer die PV-Anlagen betreibt.
Doch allen Klimaprojekten ist gemein: Je schneller wir sie umsetzen, umso kühler bleiben die Sommer und umso stabiler bleiben auch die Wasserpegel und die Ernten der kommenden Jahrzehnte.

Es gilt das gesprochene Wort H. Rohlfs 20.8.26

Hier gehts zum Antrag.