Inklusion bedeutet, dass Menschen mit Beeinträchtigung ohne fremde Hilfe am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können – selbstbestimmt, unabhängig und überall. Strukturen, die behindern, nehmen ihnen diese Freiheit.
In Griesheim stoßen Menschen mit Beeinträchtigung noch auf viele Barrieren: fehlende barrierefreie Toiletten, unzugängliche Veranstaltungen, unzureichende ÖPNV-Verbindungen – besonders abends und am Wochenende. Wer Hindernisse nicht überwinden kann, verschwindet aus dem öffentlichen Raum.
Wir wollen das ändern. Barrierefreiheit muss Standard werden – in Stadtplanung, Verkehr, Kultur, Verwaltung und Digitalem.
Konkret heißt das:
- Stadtfeste und Kulturveranstaltungen barrierefrei gestalten: rollstuhlgerechte Wege, barrierefreie WC-Container, Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher, Induktionsanlagen und Informationen in Leichter Sprache.
- Öffentlich zugängliche barrierefreie Toiletten mit Euro-Schlüssel einrichten.
- Barrierefreie Fahrzeuge, taktile Leitsysteme, akustische Ansagen und beleuchtete Haltestellen im ÖPNV.
- Stadtbus oder On-Demand-Shuttle für alle Quartiere – auch abends und am Wochenende.
- Abgesenkte Bordsteine, Querungshilfen, Leitstreifen, akustische Ampeln und breite, freie Gehwege.
- Barrierefreie Verwaltung und digitale Zugänge, inklusive Leichter Sprache.
Inklusion bedeutet nicht Fürsorge, sondern Selbstbestimmung.
Griesheim soll eine Stadt sein, in der niemand ausgeschlossen wird und Vielfalt das Zusammenleben bereichert.